Der einsame Marshall, die intolerante Frau, die feigen Bürger, die skrupellosen Killer. Urbilder des klassischen Western. Doch Fred Zinnemann inszenierte daraus ein atemberaubendes Statement über Gewalt und Verantwortung, wie es Hollywood noch nie gesehen hatte: Nach dem festen Gesetz des Western bleibt sein Held standhaft – doch die Angst ist ihm ins Gesicht geschrieben. Quälend langsam vergeht die Zeit, in der Marshall Kane verzweifelt Hilfe sucht. Ein zweifelnder Held, eine Frau, die ihre Ideale verrät, um ihren Mann zu retten – Zinnemann erlaubt dem Western Menschlichkeit.
Zwölf Uhr mittags | ![]() |
| Land: USA | Kinostart: 09.01.1953 |
| Besetzung: Gary Cooper, Grace Kelly, Thomas Mitchell, Lloyd Bridges, Katy Jurado, Otto Kruger, Katy Jurado, Otto Kruger, Lon Chaney Jr. | Länge: 85 Minuten |
| Genre: | Drama, Western |
| Altersfreigabe: FSK 12 | |
| Stab: | |
| Regie | Fred Zinnemann |
| Drehbuch | Carl Foreman, John W. Cunningham |
| Produktion | Stanley Kramer, Carl Foreman |
| Link zur ImdB: | Zwölf Uhr mittags |
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Eigentlich traurig, dass ich den als Western-Fan solange nicht gesehen habe. Nun weiß ich auch warum der so beliebt ist. Der Film ist einfach unglaublich. Die Story ist eigentlich ziemilch simpel, doch die Inszenierung ist ne Wucht. Dadurch, dass sich das ganze wie in Echtzeit anfühlt, baut sich eine Spannung auf, der man sich nicht entziehen kann. Außerdem ist der Showdown cool.
Ebenfalls genial sind die vielen Figuren. Die Stadt fühlt sich wirklich lebendig an. Jederzeit weiß man als Zuschauer wo die Figuren sind, was sie machen und was sie vorhaben. Außerdem ist Gary Cooper grandios in dem Film. Ständig versucht er hilfe zu bekommen, wird aber nur abgelehnt. Er ist die glorifizierung der Heldenfigur, doch ein Held der scheinbar von niemanden gebraucht wird. Kinogeschichte, wie man sie mal gesehen haben sollte.